Die Blätter des Lebens

Einzigartig, wenn sich zwei Ahornblätter begegnen. Das rote Blatt sprach „Schau nur, wie sie hetzen, wie sie laufen, wie sie vergessen den Atem des Lebens zu schnaufen. Der eine rennt noch schneller als sein Konkurrent, der sich gerade mit Worten die Lippen verbrennt.“ Verdutzt blickte das grüne Blatt über die Steine des Weges und sagte „Ja mein Freund, ich stimme dir zu. Die Erde braucht Liebe und ganz viel Ruh. Es wäre ein Wunder, könnten Menschen uns verstehen, sich zu uns setzen und ihre Herzen begehen. Im Einklang mit allem, was der Himmel uns gibt, weil er uns Blattkinder und die gehetzten Menschen so liebt. Dann wäre Hochzeit, jeden Tag. Mein Freund, stelle dir vor was das vermag. Zu tanzen im Wind, wie das Leben so spielt, darum jeder von uns ein Herz erhielt. Gefüllt mit Liebe, ob Mensch oder Natur, ach könnten sie uns doch hören, wie schön wäre das nur.“ Da lächelten die beiden Ahornblätter, und der Wind verstummte für kurze Zeit. Plötzlich beugte sich ein Mensch zu Boden und hob eines der beiden Blätter auf. Sanftmütig schaute er es an und dachte „Oh wäre das schön, so sein Blatt zu sein. Dann könnte ich fliegen im Sonnenschein. Ich müsste nicht rennen in meinem Leben, bräuchte nicht mehr nur nach Besserem streben. Ich sag‘ dir etwas, du Wunder der Natur: Wie schön, dass es dich gibt, denn du zeigst mir ganz pur, was es bedeutet am Leben zu sein, zwischen gehetzten Menschen und Maskenschein. Oh ich danke dir, von Herz zu Herz, und ich bin ganz sicher, du hörst mich jetzt. Ein Kuss von mir, bestimmt kannst du‘s spüren. Jetzt flieg weiter, du darfst viele Menschen berühren. Ich leg dich hier runter zu deinem Freund, der bestimmt von unserer Geschichte träumt.“

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